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Meine Philosophie

Die Haut - als Grenzorgan zwischen  außen und innen,  auch als Spiegel  der Seele bekannt - ist das von seiner Oberfläche wie von seinem Gewicht her größte Körperorgan,  und somit bietet es  hinreichend Angriffsfläche äußerer wie innerer Auslösefaktoren für sichtbare  Erscheinungen und Erkrankungen.

Obzwar wir Hautärzte in einem sehenden und berührenden Fachgebiet tätig sind, ist doch  der verständliche Wunsch unserer Patienten nach erschöpfender Auskunft auf die Fragen nach dem  Warum, Wieso, Woher  nicht immer oder nicht immer sofort möglich.

Wenn denn wir uns als Einheit von Geist und Körperleib und Seele verstehen,  so mögen wir doch zunächst Anlässe oder Auslöser (auch Trigger) für Beschwerden auf der rein materiellen, modernen naturwissenschaftlichen Ebene finden. Und selbstverständlich suchen wir sie auch dort.

Gleichwohl spielt für mich die übergeordnete  meta-Ebene,  die geistig-seelische Ebene  eine gleichwertige und nicht unerhebliche Rolle;  hier finden wir dann nicht selten die Ur-Sache für ein Leiden.

Psycho-Somatik (psyche = Seele  und  soma = Körper) ist kein Begriff, der in den Bereich psychiatrischer  Erkrankungen oder schwerer Neurosen gehört.  Vielmehr will er uns bedeuten, dass seelische  Befindlichkeits-Veränderungen  im und am Körper ihren Ausdruck zeigen können. Nicht ärztliche Wortschöpfungen sondern  ganz natürlicher Volksmund  sind Beschreibungen wie :  das geht mir unter die Haut,  eigentlich juckt mich das garnicht, er ist so dickfellig, sie so dünnhäutig  oder : das ist ja zum Haare-Ausraufen,  das ist doch längst vernarbt , ich lasse mich von dem doch nicht ankratzen;  solcherlei Aussagen ließen sich beliebig fortführen und auf nahezu alle Körper­organe übertragen:  die berühmte Laus ,die über die Leber gelaufen ist;  das, was mir auf die Blase geschlagen hat oder an die Nieren gegangen ist, das gebrochene Herz oder der Stein, der davon fiel; die zugeschnürte Kehle; was mir die Luft nimmt, der Kerl, den ich nicht mehr riechen kann oder ich will es nicht mehr hören, alles was mir Druck macht und letztlich sich ausdrücken möchte oder das Thema, das ich nicht mehr anfassen will (Finger- oder  Handekzeme z.B.).

In Kenntnis  dieser Zusammenhänge lege ich Wert darauf, diese meta-Ebene nicht zu vernachlässigen.

Meine Patienten werden also auch nach solcherlei Dingen befragt,  jedoch keineswegs genötigt, über ihr ureigenes inneres seelisches Befinden Auskunft zu geben oder gar geben zu müssen.

Die Behandlung  in unserer Praxis folgt dann allen Regeln dermatologischer fachärztlicher Kunst; komplementär naturheil-medizinisch  wie auch klassisch schulmedizinisch;  beides schließt einander nicht aus und soll sich sinngerecht ergänzen.

An erster Stelle jedoch steht der verständliche Wunsch der Patienten, der sie zu uns führt, nämlich Linderung oder Heilung Ihrer Beschwerden zu erfahren.


Folgende  drei Bronze-Sätze haben sich  mir im Laufe von Jahrzehnten bewährt:

Salus aegroti  supremum  lex     =    das Wohl des Erkrankten sei oberstes Gebot

Primum nil nocere                     =    an erster Stellel nicht schaden oder schädigen

und  schließlich:                               Wer heilt hat recht!


Der persönliche individuelle, jahrelange Erfahrungshorizont hat dabei nicht weniger seine Berechtigung wie neueste, naturwissenschaftliche und evidenz-basierte Errungenschaften.

Dabei geht es mir nicht darum, meine eigenen Vorstellungen meines diagnostischen und therapeutischen Vorgehens  durchsetzen zu wollen.
Ich empfinde meine ärztliche Aufgabe  als  eine der Beratung und der Vorschläge, die ich Ihnen lediglich empfehlen kann (gelegentlich  auch mit Nachdruck - wenn notwendig).

Die Entscheidung jedoch,  ob Sie als  erwachsener und damit eigen-verantwortlicher Mensch dem folgen mögen,  liegt letztendlich ganz alleine bei Ihnen selbst.

Und diese wird ebenso selbstverständlich von mir respektiert und geachtet, weil auch das mit  der Art und Weise  von Wertschätzung zu tun hat, die Sie zurecht  erwarten dürfen,  und zwar ganz besonders von den Ärztinnen und Ärzten ,denen  Sie  sich anvertrauen wollen.

So seh ich das!

 

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persönlich in der Praxis während der Öffnungszeiten!

Letzte Änderung: 19.07.2016

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