Foto von Dr. med. Claus-Werner Dreessen

 

 

 

HIPPOKRATIEN

Gedichte, Glossen, Limericks, Reden und vreche Ferse  
von Claus Dreessen

erschienen im Viebranz-Verlag,  Schwarzenbek,  Mai 2013
ISBN 978 - 3 - 921595 - 61 - 9
144 Seiten - 9.80 Euro

Inhaltsverzeichnis

Rezension von Dr. Wolfgang Reichl, April 2013

Rezension von Dr. Stephan Peeck, Juni 2013


 

Buchcover von Hippokratien von Claus Dreessen

 

Inhaltsverzeichnis

Vorbemerkungen

Eine Flugerfahrung    „Notfall über den Wolken“

Das schöne Wort in der Medizin   „ Saudade “

Gedichte
Dank an einen Operateur
raus und frei
Leere
Schwermut
Die Tödin
Die Tränen des Manitu
Der alte Fluss

Glossen
Patina
Rentner ! Bravo!

(Sch)Lim(m)ericks
Dermatolügen  mit Haut und Haaren
fachfremd
ab- und unterwärts
Frauen-Freunde

Glosse
Ferien oder Urlaub ?

Gedichte
Freuds Leid
Lebergelaber
Über die Syphilis
Wer ?
 Wer war er?

Glosse
Versprech(er)ungen

politisch unkorrektes Gereime
Rösler
Gabriel
Peer
ich wollt ich wär die Kanzlerin
ich wollt ich wäre der Minister
Jogi

Glosse
Etwas Pflege schadet nix

Vreche Ferse
Am Wiesensaum
Krumme Lanke
Kunos Weihnachts-Konzert
Leo und sein Schlafsack
ich wollt ich wär ein Dirigent

Glosse
Geh! punkt!

(Sch)Lim(m)ericks
zur letzten Glosse

Glosse
Sprüche-Sprache

vreche Ferse –einfach tierisch
Advent
Ein Kater
Der wecke Pudel
Im Aquarium
Willibald-Ballade
Ballermann-Ballade

phonetische Wortspielereien
..
ome
gut
ooh

Glosse
Und nen guten Rutsch !

Wimmericks
..
zu guter Letzt   

Eine Damenrede
Die Damen,  ein  „studium generale“  

Nachwort

 


Rezension von Dr. Wolfgang Reichl

 

Rezension
Mit dem vorliegenden Taschenbuch HIPPOKRATIEN hat der Hamburger Hautarzt Dr. Claus Dreessen begonnen, sich in die Zunft der reimenden und dichtenden Dermatologen einzureihen.
Schon das  witzig gestaltete Buchumschlagmotiv einer mittels Reißverschluss geöffneten Orange(-nhaut), die einen prallroten Apfel bedeckt oder versteckt hat,lässt die Nähe zu seinem Fachgebiet, zugleich aber auch eine gewisse Hintergründigkeit erahnen, die in so manchen Texten verborgen ist. Wenn auch der stutzig machende Fantasie-Titel auf ärztliche Bezüge verweisen mag, so sind  doch die Themeninhalte keineswegs auf die Medizin beschränkt. Interessierte und potentielle Erwerber dieses Büchleins erfahren auf dem Klappentext des rückwärtigen Umschlags, dass sie ein Gemisch aus Glossen, Gedichten, frechen Versen und Limericks  erwartet. Gelegentlich wirkt der Autor wie ein beschreibender aber auch betroffener Betrachter zugleich.
Ungewöhnlich gewählt ist daher die Kombination seiner Zusammenstellung aus  autobiographischen Eindrücken und Erlebnissen in seinen ernsten Prosatexten und Gedichten zu Anfang einerseits und den teilweise zynischen, aber auch launigen und gar nicht prüden Limericks andererseits, in welchen er nicht nur sein und unser Fachgebiet kräftig auf die Schippe nimmt. Gynäkologen, Proktologen (Endarmspezialisten) und Urologen scheinen seine bevorzugte Zielgruppe zu sein. An Frivolitäten mangelt es hier wahrlich nicht. Ebenfalls auf der anderen, der heiteren Seite finden wir Kurzreime wie auch längere Gedichte zu Personen der Gegenwart, der Geschichte oder fiktiven Subjekten. Dabei erfährt der Leser in kreativer Reim- und Versform beispielsweise, warum und auf welche Weise  Siegmund Freud verstarb oder welche Geistesgrößen von der Syphilis befallen oder dem Suff verfallen waren. Von seinen frechen Versen aus der Tierwelt, ist mir besonders die Ballade von Willibald, dem Regenwurm, der sich auf eine Kirchturmuhr verirrt hat und sein abenteuerliches, blaues Wunder erlebt, in lebhafter Erinnerung.

Dabei geht Dreessen mit  seiner Sprach-und Wortwahl nicht immer zimperlich um. Genauso wenig wie mit seinen eigenen Schwächen, die er in manchen Gedichten und Glossen aufblitzen lässt. Feine Ironie und derber Sarkasmus wechseln sich hier munter ab. Die in sich geschlossene inhaltliche Abfolge und Dramaturgie seiner Gedichte und Texte zwingt jedoch keinesfalls zum Lesen von Beginn an. Man kann darin blättern, wahllos irgendwo hineinstöbern, sich festlesen oder auch nur rasch mal eben über den einen oder anderen Limericks schmunzeln, sich  darüber empören oder einfach nur daran erfreuen.

Den aufmerksamen Leserinnen und Lesern wird kaum entgehen, dass dem Autor die lyrischen Stilformen eines Gottfried Benn, Wilhelm Busch oder Joachim Ringelnatz genauso wenig fremd sind wie die verdrehten oder ver-rückten Wortspielereien Heinz Erhardts.
Hier liegt ein ansprechendes, lesenswertes und preisgünstiges Paperback –Büchlein vor, in dem frau/man durchaus hie und da sich selbst wiederentdecken kann und dessen Erwerb ein Gewinn ist; für den Nachttisch wie für die Pause zwischendurch, zum Lesen oder Vorlesen oder als humoriges und abwechslungsreiches Mitbringsel für jeweils damit zu Beschenkende; den folgenden Hinweis möchte ich nicht unterschlagen: Dem Pubertätsalter sollten die Lesenden oder Zuhörenden schon besser entwachsen sein... !

Dr.Wolfgang Reichl
Braunschweig, im April 2013

 

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Rezension von Dr. Stephan Peeck

 

Rezension
Der Kurt-Viebranz-Verlag in Schwarzenbek hat einen weiteren Autor gewinnen können, den Hamburger Hautarzt Dr. Claus Dreessen aus Bergedorf mit  seinem Anfang Mai 2013 erschienenen Buch und dem Fantasie-Titel „Hippokratien“. Auf 144 Seiten  finden Leserinnen und Leser ein „mixtum compositum“, ein buntes Gemisch aus Gedichten, Glossen, Limericks und frechen Versen für 9.80 Euro.

Der Autor hat hier keineswegs ausschließlich Medizünisches aus seinem beruflichen Alltag zusammen getragen. Auch inhaltlich ist sein Gemisch bunt wie ein Sommerstrauß, in den so manches Un-kräutlein hingeraten ist. Unkraut ? Ja, Dreessen will auch provozieren und entbindet die Leser nicht von der Zumutung thematischer wie sprachlicher Derbheiten. Insoweit ist dem letzten Satz einer  Rezension  zuzustimmen: Die Leserinnen und Leser sollten dem Pubertätsalter besser  ein wenig entwachsen sein! Neben humorvollen Glossen und Limericks und seinen „vrechen Fersen“, in denen er zunächst kaum merklich durchaus auch sich selbst auf die Schippe zu nehmen weiß, bietet er Nachsinneswertes und Hintergründiges  zu Beginn des Buches. So auch ist das Titelumschlagsbild zu deuten, eine Orange(-n-Haut) hinter  oder unter deren halb geöffnetem Reißverschluss ein prallroter Apfel sich versteckt hat. In seinen Limericks nimmt Dreessen  sein eigenes Fachgebiet wie auch Kollegen anderer Disziplinen kritisch und witzig zugleich aufs Korn. Gynäkologen, Proktologen und Schönheitsärzte scheinen seine bevorzugte Zielgruppe zu sein. Selbst  der eine oder andere Politiker wird sich wiedererkennen können bis hin zum guten alten James Bond.

Nicht nur der Titel ist Fantasie ; so auch die Ballade des Regenwurmes Willi ,der sich auf einen Kirchturm verirrt hat und anschließend sein blaues Wunder erlebt, das Schicksal des Cowboys Leopold , ein Erlebnis auf dem Berliner Gewässer Krumme Lanke oder Kunos Weihnachtskonzert. Nahezu  historisch erfährt der Leser, welche Persönlichkeiten an der Syphilis, welche Promis an alkoholischer Leberzirrhose krankten oder wie und woran der Psychiater Sigmund Freud zugrunde ging. Lust auf mehr ? Dann sei dieses preiswerte Büchlein mit seiner Vielfalt von lauten und leisen Zwischentönen empfohlen; zum Hineinschnuppern und Stöbern, zum Schmunzeln und  zum sich empören oder sich erfreuen. Ein Büchlein für den Nachttisch oder den sommerlichen Liegestuhl. Dieses wünscht allen  Leserinnen und Lesern der Rezensent.

Dr. Stephan Peeck
Hamburg, im Juni 2013

 

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Letzte Änderung: 19.07.2016

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